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Arbeitskreis - Zukunft

Solarstrom für ein SOS-Kinderdorf in Indien

Was braucht ein Kind für schulischen Erfolg? Nachhilfe, einen PC, Internet, gute Bücher? Na ja –zunächst einmal natürlich Licht, um die Bücher zu lesen. Für uns Europäer klingt das zunächst komisch, doch Titus Poovakulam, Leiter eines SOS Kinderdorfes in Indien, schreibt uns: „Jeden Tag zwischen 18.00 und 21.30 Uhr fällt hier in Kerala der Strom für mindestens eine halbe Stunde aus. Das ist die Zeit in der die meisten Kinder Hausaufgaben für die Schule machen. Es wäre sehr gut und nützlich solarbetriebene Lampen zu haben. Dies würde die schulischen Leistungen der Kinder verbessern und wäre eine Investition in ihre Zukunft.“

Lassen Sie mich hinzufügen, dass die solare Stromerzeugung des Kinderdorfes natürlich auch eine Signalwirkung für die Nachbarschaft haben und so zu einem umweltverträglichen Aufbau einer zuverlässigen Stromversorgung in Indien beitragen könnte. Der AK Zukunft hat sich daher in Abstimmung mit dem Ausschuss EINE WELT entschlossen, dieses Projekt zu unterstützen. Leider können wir nicht wie beim Pfarrheim oder der Maria-Ward-Schule selbst Hand anlegen ...

Das SOS Kinderdorf Alwaye-Cochin liegt im Süden Indiens und wurde 1990 gegründet. Es besteht aus 15 Familien-häusern, einer Krankenstation, einem Kindergarten, Personalwohnungen und weiteren Häusern.

Eines der Familienhäuser

Es leben je 8 bis 10 Kinder verschiedenen Alters (Jungen und Mädchen) bei einer Mutter wie eine „richtige Familie“ in einem Haus. Insgesamt sind es 150 Kinder und Jugendliche. Sie leben im SOS Kinderdorf bis sie selbstständig sind, d.h. bis sie eine Stellung gefunden haben oder heiraten.

Eine SOS-Mutter mit zwei ihrer Kinder

Die Finanzierung der Solarmodule und des nötigen Zubehörs erfordert pro Haus einen Betrag von ungefähr 280 Euro für die minimale Ausstattung mit Licht. Die etwas großzügigere Variante für Licht und einen Ventilator zur Kühlung würde ca. 500 Euro kosten.

So sammelten wir in unserem Freundeskreis und der Pfarrei Spenden. Mit Stolz können wir Ihnen nun vom Erfolg des Projekts berichten: Sieben der insgesamt 15 Häuser werden mit Solarstrom versorgt, der für die Beleuchtung der Häuser verwendet wird. Insgesamt 2000 Euro kamen zusammen

Brief aus Cochin

Auf unser Bitten hin hat uns der Dorfleiter Bilder gesandt. Mit Spannung öffneten wir den Brief. Getreu unserer Mentalität erwarten wir Bilder vom Bau der Anlage, von den Solarmodulen, der Verkabelung, den Speicherakkus. Nun sahen wir Bilder bei Nacht. Hellerleuchtete Häuser im Dunkeln. Wir sahen das Licht!

Es wede Licht! Voller Stolz präsentieren die Kinder ihr beleuchtetes Haus, während in den anderen Häusern, die noch keinene Solastrom haben, Finsternis herrscht, da gerade mal wieder Stromausfall ist.

Dies hat uns mit großer Freude erfüllt. Wir danken allen, die zum Gelingen dieses Projektes beigetragen haben von Herzen.

Mit sonnigen Grüßen,

Dr. Andrea Bierschneider-Jakobs und Dr. Andreas Jakobs